Krankenhaussozialdienst und Überleitungspflege

Durch den Klinikaufenthalt ergeben sich oftmals unvorhergesehene persönliche und soziale Probleme.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhaussozialdienstes und der Überleitungspflege helfen Ihnen gerne bei der Sicherung einer häuslichen Nachsorge, der Anschlussheilbehandlung bzw. leiten den Aufenthalt für einen Reha-Aufenthalt ein oder ggf. einer notwendigen Heimunterbringung. Sie kennen die örtlichen Versorgungsmöglichkeiten und unterstützen Sie auch bei der Beantragung weiterführender Hilfen nach der Krankenhausentlassung. Wenden Sie oder Ihre Angehörigen sich so früh wie möglich an den Sozialdienst, damit rechtzeitig die notwendigen Hilfen eingeleitet und auch beantragt werden können.

 

 

Übergangspflege für Menschen ohne Pflegegrad

 

Es gibt Fälle, in denen Menschen vorübergehen Pflege benötigen, ohne dass eine Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung vorliegt, zum Beispiel nach einer Operation oder aufgrund einer akuten Verschlimmerung einer Erkrankung, insbesondere nach einem Krankenhausaufenthalt, nach einer ambulanten Operation oder nach einer ambulanten Krankenhausbehandlung. Bisher hatten Patientinnen und Patienten hierbei keinen Anspruch auf gesetzliche Leistungen. Diese Versorgungslücke wurde mit dem Krankenhausstrukturgesetz geschlossen.

 

Ab 1. Januar 2016 gelten erweiterte Ansprüche auf häusliche Krankenpflege  sowie Haushaltshilfe und es gilt ein neuer Anspruch auf eine Kurzzeitpflege als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Versicherte erhalten erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung. Der Anspruch kann bis zu vier Wochen je Krankheitsfall bestehen und von der Krankenkasse in begründeten Ausnahmefällen nach Einschaltung des Medizinischen Dienstes verlängert werden. Befinden sich Kinder im Haushalt, die bei Beginn der Leistung jünger als zwölf Jahre sind, oder Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind, kann die Haushaltshilfe auf bis zu 26 Wochen verlängert werden.

 

Reichen diese Leistungen naicht aus, können Versicherte eine Kurzzeitpflege als neue Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in einer geeigneten Einrichtung für bis zu acht Wochen je Kalenderjahr in Anspruch nehmen. Die Krankenkasse beteiligt sich an den Kosten für Pflege, Betreuung und Behandlungspflege bis zu einem  Betrag von jährlich 1.612,00 €.