Sozialhilfe

Sozialhilfeleistungen sind grundsätzlich nachrangig!

Vorrangig sind in der Regel die Leistungen anderer Träger (z.B. Kranken-, Pflegekasse, Berufsgenossenschaft...).

Die Sozialhilfe umfasst die Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Hilfe zur Gesundheit, Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, Hilfe zur Pflege (bei Heimaufnahme und ergänzende Hilfe zur  häuslichen Pflege), Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten sowie Hilfe in anderen Lebenslagen.

 

Wer seinen notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Mitteln, vor allem aus seinem Einkommen und Vermögen, sicherstellen kann, hat Anspruch auf Hilfen zum Lebensunterhalt, wenn er das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und kein vorrangiger Anspruch auf Arbeitslosengeld II besteht. Wer aber das 65. Lebensjahr vollendet hat, hat Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Das Gleiche gilt für denjenigen, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und dauerhaft erwerbsgemindert ist. Diese beiden Hilfen sollen den Grundbedarf des täglichen Lebens sicherstellen.

 

Demgegenüber dienen die übrigen Hilfen der Unterstützung von Hilfeberechtigten in einer besonderen Bedarfssituation, die sich zum Beispiel durch Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit ergibt. Hilfe zur Gesundheit kann gewährt werden, wenn kein privater oder gesetzlicher Krankenversicherungsschutz vorliegt, kein Einkommen oder Vermögen zur Verfügung steht und auch keine Anspruche gegenüber sonstigen Leistungsträgern bestehen. Die Hilfe zur Gesundheit umfasst ärztliche und zahnärztliche Behandlung, Versorgung mit Arzneimitteln, Zahnersatz, Krankenhausbehandlung sowie sonstige zur Genesung, zur Besserung oder Linderung der Krankheitsfolgen erforderlichen Leistungen. Die Leistungen entsprechen in der Regel den Leistungen der gesetzlichen Kankenversicherung.

 

Personen, die nicht nur vorübergehend wesentlich behindert oder von einer solchen Behinderung bedroht sind, wird Eingliederungshilfe gewährt.

 

Hilfe zur Pflege können Personen erhalten, die infolge Krankheit oder Behinderung so hilflos sind, dass sie nicht ohne Pflege bleiben können. Vorrangig sind hier allerdings die Leistungen der Pflegeversicherung.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Kreisverwaltung oder kreisfreien Stadt

 

im Westerwaldkreis beim

 

Sozialabteilung der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises

Peter-Altermeier-Platz 1, 56410 Montabaur Tel.: 02602/124-0

 

 

Neben Geld- oder Sachleistungen kann auch persönliche Hilfe gewährt werden. Dazu zählt die Beratung in Fragen der Sozialhilfe und in sonstigen sozialen Angelegenheiten. Letztere wird auch von den freien Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Einrichtungen, Selbsthilfegruppen und privaten Hilfsdiensten (z.B. in einzelnen Verbandsgemeinden wie die Wirgeser und Westerburger "Heinzelmännchen" oder die Nachbarschaftshilfe in Montabaur ...) angeboten.

 

Beispielhaft sind folgende Angebote zu nennen:

- Persönliche Beratung in allen Lebenslagen

- Mithilfe in behördlichen Angelegenheiten

- Vermittlung / Einsatz von Hilfskräften zur Unterstützung im Haushalt

- Hilfe bei der Ausführung ärztlicher Verordnungen 

- Begleitung bei Spaziergängen, Beschaffung von Informationen

- Versorgung mit warmen Mahlzeiten