Befreiung von Rundfunk- und Fernsehgebühren / Telefongebührenermäßigung

Wer ein Rundfunk- oder Fernsehgerät in Betrieb hat, muss dieses in jedem Fall anmelden.

 

Die Neuregelung des Fünfzehnten Staatsvertrages zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge, die am 01.01.2013 in Kraft traten, beinhaltet unter anderem eine Befreiung bzw. Ermäßigung von der Rundfunkbeitragspflicht auf Antrag.

 

Befreit werden Empfänger bestimmter Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Asylbewerberleistungen, Grundsicherung im Alter sowie bei Erwerbsminderung ...) sowie taubblinde Menschen. Zudem erfolgt in Härtefällen eine Befreiung, insbesondere wenn die Einkünfte die Bedarfsgrenze für die jeweilige Sozialleistung um weniger als die Höhe des Rundfunkbeitrages überschreiten.

 

Eine Beitragsermäßigung auf ein Drittel ist auf Antrag für Menschen mit Behinderung vorgesehen, denen das Merkzeichen "RF" im Schwerbehindertenausweis zuerkannt wurde.

 

Bei Fragen zu der Befreiung oder Ermäßigung auf ein Drittel der Rundfunkbeitragspflicht wenden Sie sich bitte unmittelbar an den

 

Beitragsservice von

ARD, ZDF und Deutschlandradio

50656 Köln.

 

 

 





Telefongebührenermäßigung

Sofern behinderte Menschen die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Rundfunk- und Fernsehgebührenpflicht erfüllen, kann für Telefonate über Anschlusse, bei denen die Deutsche Telekom als Verbindungsnetzbetreiber dauerhaft voreingestellt ist, eine soziale Vergünstigung für den jeweiligen Abrechnungszeitraum gewährt werden (Sozialtarif der Deutschen Telekom im T-Net). Bei blinden, gehörlosen und sprachbehinderten Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 90 gilt ein höherer Sozialtarif.

 

Nähere Auskünfte erteilt die Deutsche Telekom Tel.: 0261/886-0

Hausnotruf

Für kranke und ältere Menschen, die allein leben oder auch nur zeitweilig allein sind, stellt sich oft die Frage, wie bei plötzlichen, nicht vorhersehbaren Notfällen schnell geholfen werden kann. Das Hausnotrufsystem ist eine sichere und praktische Hilfe. Es gewährleistet, dass schnell Hilfe kommt, wenn etwas passieren sollte.

 

Im Notfall betätigt der Hilfesuchende, egal wo er sich in seiner Wohnung gerade aufhält, den Notruf-Sender und ein Kontakt zu einer zentralen Leitstelle wird hergestellt. Diese kümmert sich um die erforderlichen Hilfen und benachrichtigt gegebenenfalls Nachbarn, Angehörige, Ärzte und Rettungsdienste.

 

Die Kosten / Gebühren für ein Hausnotrufsystem werden von der Pflegekasse übernommen, sofern die hilfebedürftige Person in eine Pflegestufe eingestuft ist oder die erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz (MDK) festgestellt wurde.

 

Service-Leistungen (z.B. Aufbewahrung des Wohnungsschlüssels) werden von den Pflegekassen nicht übernommen und wären evtl. selbst zu tragen!

 

Auskünfte erteilen die Pflegekassen, Pflegedienste und im Westerwaldkreis

- Deutsches Rotes Kreuz, 56470 Bad Marienberg Tel.: 02661/951044

- Maltser Hilfsdienst, 56414 Wallmerod Tel.: 06435/1212

- Johanniter-Unfall-Hilfe, 56206 Hilgert b. Höhr-Grenzhausen Tel.:02624/9409-0