Unser Logo - das Ginkgo-Blatt

(Eine wahre Begebenheit)

- hier in Kurzform, der ursprünliche Text ist in unserem "Geschichtenbuch" nachzulesen

 

Während unseres Gruppentreffens im September 2007 entschieden wir uns für ein Logo als Zeichen der Existenz unserer Gruppe, das als Symbol steht für den Weltenbaum, für Stärke und Hoffnung, für ein langes Leben, Freundschaft, Anpassungsfähigkeit, Unbesiegbarkeit, Liebe und Frieden:

 

das Blatt eines Ginkgo-Baumes

 

der heute in meinem Garten steht und wächst und wächst.



 

Und das kam so:



Da ich selbst von dem Krankheitsbild Hirnaneurysma betroffen bin, hielt ich mich in 2003 zu einer mehrwöchige Reha-Maßnahme in der Nähe von Weimar auf. Dorthin wurde an einem Wochenende eine Fahrt mit dem Bus angeboten, zu der ich mich auch angemeldet hatte.

 

Mit meiner Zimmernachbarin - sie war über mein Krankheitsbild in etwa informiert -

machte ich mich mutig auf den Weg nach Weimar - ein Abenteuer. Denn ich war noch recht unsicher im Gehen, Schwindel stellte sich des öfteren ein, meine Sprach- und Wortfindungsstörungen traten deutlich zutage, mein Kurz- und Langzeitgedächtnis ließen mich oft im Stich, mein Kraftreservoir ließ zu wünschen übrig und meine Ausdauer bewegte sich auf unterem Niveau.

 

Weimar selbst erlebten wir in warmer frühlingshafter Atmosphäre und diese ließ mich in Erinnerungen an die Provence in Südfrankreich schwelgen. Natürlich besuchten wir die vielen Sehenswürdigkeiten, die auf das Leben Goethes hinwiesen und davon zeugten. Hierzu gehörten neben Museen, Bibliotheken, Gärten auch die unendlich vielen kleinen Geschäfte und Cafés, in denen man sich bei einer großen Tasse Kaffee und einem Riesen-Stück Kirschstreußelkuchen - es gab hier nur riesengroße Stücke - von den langen und kurzen Wegen durch das Städtchen erholen konnte.

 

In einem dieser Cafés lagen "Wundertüten" aus, kleine Papier-Spitz-Tüten, wie ich sie aus meiner Kindheit noch kannte. Und in dieser "Wundertüte" war wirklich ein kleines Wunder, nämlich drei Blätter eines Ginkgo-Baumes, an einem Stiel, aus dem heraus drei kleine Wurzeln lugten, die in einige Krümmel Blumenerde gehüllt waren.

Diese "Wundertüte" konnte ich käuflich erwerben, nahm sie mit in die Klinik und hütete ihren Inhalt dort wie meinen Augapfel.

 

Wieder zurück aus der Reha, kam dieser kleine Ginkgo-Baum zu Hause zunächst in einen Blumentopf, wuchs dort gut weiter, um dann im Laufe der nächsten Winter unter Beweis zu stellen, wie ausdauernd, unbesiegbar, stark er ist. Dreimal hat die Spitze des Baumes den Frost nicht vertragen. Dreimal mußte er sich mit einer "Ersatzspitze" - aus je einem oberen Zweig gezogen - zufrieden geben und damit leben und wachsen.

 

Und was sage ich, er hat es geschafft und weist heute eine stattliche Größe von ca. drei Metern auf.